Ulrich Matthes ist einer der renommiertesten deutschen Schauspieler seiner Generation. Geboren am 9. Mai 1959 in Berlin, gehört er seit Jahrzehnten zu den prägendsten Gesichtern der deutschsprachigen Theater- und Filmszene. Bekannt ist Matthes für seine markante Stimme, seine sprachliche Präzision und seine außergewöhnliche Fähigkeit, tiefgründige, oft zerrissene Charaktere zu verkörpern.
Seine Ausbildung erhielt er an der renommierten Schauspielschule „Der Kreis“ in Berlin. Bereits früh war er an großen deutschen Bühnen engagiert – unter anderem an der Schaubühne Berlin, dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg sowie dem Wiener Burgtheater. Seit 2004 ist Ulrich Matthes festes Ensemblemitglied des Deutschen Theaters Berlin, dessen prägende Figur er auch als langjähriges Ensemblemitglied geworden ist.
Im Film- und Fernsehbereich wurde er einem breiten Publikum durch seine Rolle als Joseph Goebbels in “Der Untergang” (2004) international bekannt. Für seine schauspielerische Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Deutschen Filmpreis, den Grimme-Preis, den bayerischen Fernsehpreis sowie den Preis der deutschen Filmkritik. Auch als Sprecher von Hörbüchern, Essays und literarischen Lesungen ist er hochgeschätzt.
Ulrich Matthes ist nicht nur Schauspieler, sondern auch ein leidenschaftlicher Literaturvermittler. Seine Lesungen – oft in Verbindung mit Musik – sind eindringlich, intelligent und tief emotional. Ob Texte von Thomas Bernhard, Rainer Maria Rilke oder Friedrich Hölderlin: Matthes verleiht jedem Wort Bedeutung und Tiefe. Seine Fähigkeit, mit Stimme und Haltung die inneren Bewegungen eines Textes hörbar zu machen, machen ihn zu einem der gefragtesten Rezitatoren im deutschsprachigen Raum.
Als Mensch ist Matthes bekannt für seine Nachdenklichkeit, seinen feinsinnigen Humor und seine Offenheit – sowohl gegenüber künstlerischen Herausforderungen als auch gesellschaftlichen Debatten. Seit 2019 ist er außerdem Präsident der Deutschen Filmakademie und engagiert sich für kulturelle Bildung und die Förderung des Filmschaffens in Deutschland.
